Vor dieser Frage stehen viele Coaches. Und ja: Der Blick auf die Kosten eines gedruckten Workbooks lässt viele erst einmal zum eBook tendieren. Doch wie bei jeder unternehmerischen Entscheidung lohnt sich die Kundenbrille:
- Wie arbeiten deine Teilnehmer:innen am liebsten?
- Wollen sie schreiben, markieren, nachschlagen?
- Oder soll das Workbook nur eine Sammlung deiner Inhalte sein?
Viele unterschätzen, welchen Unterschied diese Entscheidung macht.
Digital ist einfacher als gedruckt – aber nicht immer besser
Ein digitales Workbook ist schnell erstellt: Word, Canva, Export als PDF – fertig.
Du brauchst keine große Softwarekenntnis und der Versand per Mail ist unkompliziert.
Für dich.
Aber was bedeutet es für deine Kund:innen?
Was bedeutet diese Entscheidung für deine Teilnehmer:innen?
Wenn dein Workbook nicht so angelegt ist, dass man direkt in Formularfelder schreiben kann, bleibt ihnen nur eine Lösung:
Ausdrucken.
Und damit beginnt das Dilemma.
Praxisbeispiel: 152 Seiten drucken – herzlichen Glückwunsch
In meinem allerersten Online-Workshop konnte ich entscheiden:
- gedrucktes Workbook: 60 €
- digitale Version: kostenlos
Ich nahm die digitale Variante.
Was ich nicht wusste:
Ich würde mir über 100 Seiten ausdrucken.
Mit großen Vollflächen, Fotos, Farbbalken – einmal quer durch den Tintenwald.
Mein Kartuschen waren danach leer.
Ich hatte eine Lose-Blatt-Sammlung, die ich in einem Ordner fassen musste.
Es sah unprofessionell aus.
Ich war um eine Erfahrung reicher.
Beim nächsten Workshop habe ich das gedruckte Exemplar gerne gekauft.
Und ja:
Es hat sich gelohnt.
Ich habe es immer wieder aus dem Regal geholt, nachgelesen, mich motiviert.
Ein gutes Workbook lebt länger als der Kurs selbst.
Gegenbeispiel: Unterlagen ohne System
Ein Jahr später in einem anderen Kurs:
- zusammengewürfelte PowerPoint-Folien
- bunte Schriften
- verschiedene Schriftgrößen
- chaotische Farbwahl
- keine Logik
- jede Woche neue Dateien mit wechselnden Namen
Ich hörte irgendwann auf zu drucken.
Ich arbeitete schlicht nicht damit.
Bei einem weiteren Workshop wurde ich mit Unterlagen regelrecht überschwemmt.
Auch hier: keine Struktur, kein roter Faden.
Am Ende habe ich meine eigene Ablage gebaut, nur damit ich mich zurechtfinde.
Ist ein gedrucktes Workbook also besser?
Es kommt darauf an.
Wenn du in Word oder Canva arbeitest, ist ein Druck grundsätzlich möglich —
aber erfordert Einstellungen, die viele nicht kennen.
Problem:
- Canva Free kann keine Druckfarben (CMYK).
- Word ist ein Textprogramm, kein Layouttool.
- PDFs aus Präsentationen wirken schnell „gebastelt“.
Und dann wundern sich Coaches, warum ihr gedrucktes Workbook anders aussieht als am Bildschirm.
Warum Druckfarben überhaupt wichtig sind
Bildschirmfarben (RGB) und Druckfarben (CMYK) sprechen unterschiedliche Sprachen.
Der RGB-Farbraum ist viel größer.
Das bedeutet:
- Was am Bildschirm leuchtet, wirkt gedruckt oft gedämpfter.
- Drucker müssen Farben „übersetzen“ → Überraschungen inklusive.
- Logos oder Farben können abweichen.
- Fotos verlieren Brillanz.
Es liegt nicht am Drucker – sondern am Farbmodell.
Wenn du also im Workbook kräftige, moderne Farben nutzt, die im Druck schwer darstellbar sind, wird das Ergebnis nicht so aussehen, wie du es geplant hattest.
Frag den Profi
Ich bin Industriemeisterin Druck und erkenne schnell, ob eine Datei druckfähig ist — oder nicht.
Auch Papierwahl und Veredelung haben Einfluss auf die Farbwiedergabe.
Wenn du dir unsicher bist, ob dein Workbook wirklich professionell wirkt, hilft dir mein Workbookretter:
- fachmännischer Blick
- klare Empfehlungen
- ehrliches Feedback
- keine Schönfärberei
Und du entscheidest danach selbst, ob du die Änderungen umsetzt – oder ob ich dich dabei unterstützen soll.

