Warum überhaupt Trauerbegleitung?

Der Tod eines Menschen, mit dem wir eng in Verbindung stehen konfrontiert uns als Zurückbleibende mit einer Vielzahl von Aufgaben, Veränderungen und vor allem vielen Emotionen. Trauerbegleitung kann in dieser extrem anstrengenden Lebensphase eine wertvolle Hilfe sein. Welche Art von Hilfe sie leisten kann und wann sie in Anspruch genommen werden sollte, erfährst Du in diesem Beitrag.

Wenn der Tod unerwartet und aus dem Nichts eintritt, gibt es keine Möglichkeit, sich vorzubereiten. Das Ereignis trifft uns mit voller Wucht und lässt uns sprichwörtlich k.o. gehen. Bei einer Erkrankung wie Krebs oder Demenz ist es für diejenigen, die zurückbleiben werden, eine gute Entscheidung sich schon im Vorfeld ihre Trauer wahrzunehmen und sich begleiten zu lassen. Nahestehende Personen sind bei der Begleitung eines Sterbenden neben der emotionalen Belastung oft mit der Organisation von Aufgaben konfrontiert, die zu einer Überlastung führen können. Sie wünschen sich, die verbleibende Zeit mit dem Menschen zu verbringen, der gehen muss. Gleichzeitig übernehmen sie schon einen Teil der Aufgaben des Erkrankten. Es erscheint logisch, dass diese Doppelbelastung zu einem gesundheitlichen Risiko in Form eines Burnouts oder der Depression führen kann.

Doch auch ohne eine Erkrankung kommen auf die engsten Hinterbliebenen nicht nur organisatorische Aufgaben zu. Der emotionale Druck, vielleicht, weil man sich nicht richtig verabschiedet konnte, oder weil man nicht weiß, was der Verstorbene wirklich wünscht und natürlich die Trauer über den Verlust selbst sind Gründe genug, sich von einem Trauerbegleiter oder einer Trauerbegleiterin durch diese Zeit begleiten zu lassen.

Was kann Trauerbegleitung schon vor dem Tod für Dich tun?

  • Er kann Begleitung und Unterstützung bieten.
  • Er hilft dabei, die eigenen Gefühle zu erkennen und anzunehmen.
  • Er unterstützt Angehörige, sich auf den Verlust vorzubereiten.

Trauerbegleitung bietet einen sicheren Raum, die eigenen Gefühle aussprechen zu können, ohne Angst vor Wertung oder Verurteilung haben zu müssen.

  • Außerdem kann der Trauerbegleitung die Kommunikation zwischen dem Sterbenden und den Angehörigen fördern.
  • Er kann dabei unterstützen, Gespräche über den Tod und die damit verbundenen Gefühle zu führen.
  • Ergänzend kann er bei der Organisation von Abschiedsritualen oder anderen praktischen Angelegenheiten unterstützen.

Diese Begleitung bietet Entlastung sowohl für den Sterbenden als auch für die Angehörigen.

  • Trauerbegleiter stehen den Angehörigen auch während des Sterbeprozesses bei.
  • Sie bieten emotionale Unterstützung und helfen, mit der Situation umzugehen.
  • Trauerbegleiter können auch den Sterbenden begleiten und ihm helfen, seine letzten Tage bewusst zu begehen.

Die Aufgabe des Trauerbegleiters liegt also darin, den Angehörigen und den Sterbenden zur Seite zu stehen und ihnen einen sicheren Raum für ihre Gefühle zu geben.

  • Trauerbegleiter helfen allen am Sterbeprozess Beteiligten mit der emotionalen Belastung umzugehen.
  • Sie helfen den Angehörigen, ihre eigene Belastungsgrenze zu wahren.
  • Sie helfen aber auch, ihre eignen Ressourcen zu erkennen und einzusetzen.
  • Er hilft, sich auf den nahenden Tod vorzubereiten, Kraft zu schöpfen und den Verlust zu bewältigen.

Die Begleitung kann sowohl als Einzelcoaching als auch in Gruppengesprächen stattfinden.

Andere Formen der Trauerbegleitung

Trauerbegleitung fanden üblicherweise vor Ort statt. Entweder in den Räumen des Trauerbegleiters, in den eigenen Räume oder – etwas lockerer – bei einem Trauerspaziergang. Heutzutage sind Online-Trauerforen oder eine Begleitung per Videokonferenz nichts außergewöhnliches mehr. Wichtig ist, dass Betroffene über ihre Gefühle sprechen und sich selbst nicht unter Druck setzen oder sich einreden, falsch zu handeln. Und dass diese Form der Begleitung für den Trauernden passt.

Titelbild Buch Lass die Trauer los und lebe
Das Buch Lass die Trauer los und lebe ist ab sofort auch als gebundene Ausgabe erhältlich.

Wer sich nicht sicher ist, ob er eine Trauerbegleitung in Anspruch nehmen möchte, kann sich auch über Bücher Anleitung suchen. Aus Erfahrung spreche ich, dass mir keins meiner gekauften und geschenkten Bücher wirklich weitergeholfen hat. Mir waren sie zum damaligen Zeitpunkt viel zu fachlastig ausformuliert. Viel Inhalt, der mich gar nicht erreichte. Und der mich noch ratloser zurücklies, als ich ohnehin war. Mein Kopf war überhaupt nicht aufnahmefähig und mein Gedächtnis fühlte sich an, wie ein nasser Schwamm. Es nahm zwar Informationen auf, aber es verlor sie sofort wieder.

Aus diesem Grund habe ich in meinem eigenen Trauerbegleitungsbuch Lass die Trauer los und lebe für Trauernde, die sich nicht sicher sind, ob sie eine direkte Trauerbegleitung wünschen, ein Buch geschrieben, bei dem sie eigenständig arbeiten können. In dem Buch finden sich neben der Aufklärung, wie Trauer funktioniert zahlreiche Reflexionsfragen, die dabei helfen, sich selbst besser zu verstehen und eine Perspektive für ein Leben nach dem Tod der nahestehenden Person zu finden. Es beschreibt eine innere und äußere Reise durch die Trauer, ohne zu tief in die Fachebene abzusinken.

WendePunkt Trauer - Online-Community Titel
Die Mitgliedschaft in meiner Online-Community WendePunkt Trauer ist bis zum 1. Januar 2026 für alle Mitglieder, die sich bis dahin registrieren kostenlos.

Meine Online-Community WendePunkt Trauer setzt auf den Austausch mit anderen Trauernden. Ein wichtiger Baustein, der mir vor fünf Jahren half, aus meinem Schneckenhaus herauszukommen, war mein Engagement in Communitys. Der Austausch mit anderen Menschen zeigte mir andere Perspektiven und half mir, dass wenigstens für kurze Zeit meine Gedanken nicht um meinen verstorbenen Mann kreisten. Es war möglich, dort auch zu lachen, Freude zu fühlen, ohne mich sofort zu fragen „Darf ich das?“. Es entstanden Verbindungen, virtuelle Freundschaften, die heute noch bestehen. Und ich bekam Einblicke in Lebensmodelle, die ich vorher nicht kannte. Ich lade Dich herzlich ein, dieser Community beizutreten. Weitere Informationen findest Du hier »

Trauerbegleitung ist kein Zeichen von Schwäche

Da Trauer in einen emotionalen Ausnahmezustand versetzt, ist es durchaus hilfreich, wenn die eigene Situation auch von außen beleuchtet wird und Du als Trauernde Impulse bekommst, wo Du handeln kannst und wo es besser ist, nichts zu tun. Welche Form der Begleitung für Dich die passende ist, fühlst Du entweder sofort oder wir finden es in der kostenlosen Erstberatung gemeinsam heraus. Vereinbare einfach online einen Termin mit mir. Ich freue mich auf ein Gespräch mit Dir.

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